Grands-parents pour le climat - Suisse Nous n’héritons pas la Terre de nos ancêtres, nous l’empruntons à nos enfants…

Gründungstext

Gründungstext der Bewegung Grosseltern für das Klima (Lausanne, 21. August 2014)

«Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen …»

Einleitung

Die Bürgerbewegung für das Klima entsprang der Sorge einer Generation, insbesondere jener der Grosseltern, angesichts der drohenden Verschlechterung der Lebensbedingungen auf unserer Erde. Unser Engagement beschränkt sich nicht auf unsere Familien, es bezweckt auch eine Änderung unseres Konsumverhaltens.

Es geschieht heute

Dürren, Überschwemmungen, Krankheiten, Migrationen, Nahrungsknappheit, drohende Konflikte …

Der zweite Teil des im März 2014 veröffentlichten Berichts der zwischenstaatlichen   Expertengruppe der UNO zur Klima-Entwicklung (IPCC) listet die schon beobachtbaren Auswirkungen des Klimawandels.

Eine bescheidene Hoffnung bleibt jedoch bestehen.

«Die mit der Klimaänderung verbundenen Risiken können durch die Verringerung ihrer Geschwindigkeit und ihres Ausmasses reduziert werden» so der Weltklimarat (IPCC), der Massnahmen zur « Anpassung an die unvermeidbaren Störungen » empfiehlt.

Wir müssen also beides tun : Zum einen weiterhin die Ursachen des Klimawandels  bekämpfen. Zum andern uns unverzüglich auf die Folgen einstellen.

Unser Ziel

Unseren Nachkommen eine Chance geben, auf einer Erde zu leben deren Klima und Umwelt die Erneuerung des Lebens auf unserem Planeten begünstigen.

Unser Engagement

Unser Alter verleiht uns gewisse Rechte, z.B. einen Sitzplatz in den öffentlichen Verkehrsmitteln, Rabatte, manchmal sogar Respekt. Angesichts der Dringlichkeit des Klimaschutzes nehmen wir aber auch unsere Verantwortung wahr.

Viele von uns treten den Ruhestand voller Energie an. Mit dieser Energie möchten wir aktiv werden, um Generationen von Kindern eine Hoffnung für die Zukunft zu geben. Dabei wollen wir unser Handeln auf die wissenschaftliche Autorität der IPPC-Sachstandsberiche abstützen.

Besorgt um die kommenden Generationen,
reich an vielfältigen Lebenserfahrungen,

im Bewusstsein des politischen Gewichts, das uns das Stimmrecht verleiht,

mit einer wirtschaftlichen Kraft, die dem sozialen Fortschritt zu verdanken ist,

unabhängig und somit freier denn je in Wort und Tat,

privligiert als eine von Weltkonflikten weitgehend verschonte Generation,

manchmal nicht genügend wachsam gegenüber den Folgen des technischen Fortschritts, der uns noch immer betört,

haben wir die Zeit, das Recht und die Verantwortung, uns für eine harmonische Welt zugunsten der gegenwärtigen und kommenden Generationen starkzumachen. Wir müssen alles tun, um das Leben und die Qualität des Zusammenlebens auf unserer Erde zu erhalten.

Unsere Werte

Genügsamkeit, Solidarität, klimafreundliches Verhalten im Alltag, wachsames Wohlwollen

Unsere Besonderheit

Affektive und intergenerationale Verantwortung

Unsere Aktionsmittel

Wir verfolgen unsere Ziele indem wir …

die Schweizer Einwohner und Bürger, insbesondere in der Westschweiz, unablässig auf die Notwendigkeit einer radikalen Änderung des individuellen und kollektiven Verhaltens ansprechen.

von den politischen Kanälen unserer Demokratie Gebrauch machen.

unser Verhalten und unsere Wahlmöglichkeiten in Haushalt, Wohnen, Konsum und Mobilität gründlich überprüfen, damit sie mit einem klimafreundlichen Verhalten übereinstimmen.

beim Einkauf Produkte vorziehen, die wenig graue Energie benötigen

(als graue Energie wird die Energiemenge bezeichnet, die für den Lebenszyklus eines Materials oder Produkts benötigt wird: Herstellung, Förderung, Verarbeitung, Fertigung, Transport, Betrieb, Gebrauch,Wartung und zum Schluss Entsorgung).

das Vertrauen unserer Mitbürger wiederherstellen durch die Hervorhebung der Vorzüge eines Übergangs zu einer genügsameren Welt.

eine neue und unbedingt notwendige menschliche Solidarität fördern.

unsere Bemühungen mit denen anderer Seniorengruppen vereinigen, die schon im gleichen Sinne in Nordamerika und Europa tätig sind.

Unsere Grenzen

Wir sind uns der globalen Dimension dieser Probleme bewusst, insbesondere der Koexistenz zwischen Ländern, wo der Konsum von Grundgütern ansteigen sollte, und Ländern wie die Schweiz, in denen ein Rückgang des Güterkonsums erforderlich ist.

Die Komplexität des globalen Marktes, die Vielfältigkeit der betroffenen Kulturen lassen uns bescheiden werden angesichts dieser Aufgabe, die das entschlossene Engagement der grösstmöglichsten Anzahl von Umweltschützern erfordert.

Die relativen,  noch ungenügenden Erfolge, die unsere Generation und die unserer erwachsenen Kinder verzeichnen kann, unsere Unkenntnis und Langsamkeit, die Trägheitskräfte mit denen wir konfrontiert sind werden wahrscheinlich in zahlreichen unwiderruflichen Schäden resultieren.

Letztlich ist weniger die Natur bedroht als die Menschheit und ihre Kulturen.

Dieser Gründungstext wurde von der Generalversammlung

am 16. September 2014 angenommen